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Unterricht am Computer in verschiedensten und teilweise neuen, selbst erstellten Gegenständen aber ohne auch nur eine Stunde „Informatik“. Das war von Anbeginn das Patentrezept der Computerhauptschule Wieselburg.
Der Computer als Werkzeug also – niemals als Selbstzweck. Im Zentrum steht das Lernen im Rahmen der Lehrpläne – effizienter gestaltet durch die ernsthafte Einbindung einer zeitgemäßen Kulturtechnik.
Erst das eLSA-Projekt verfolgt einen ähnlichen, wie wir meinen, zukunftsträchtigen Ansatz, weshalb es für uns ein logischer Schritt ist, daran mitzuwirken. Es gibt uns endlich die Gelegenheit, unseren eUnterricht – eingebunden in die neue „eLSA-Familie“ - vertiefen und verbreitern zu können. Konkret versprechen wir uns durch den Einsatz des computerunterstützten Unterrichts in von unserem Modell noch nicht ausreichend erfassten Gegenständen wesentliche Entwicklungsmöglichkeiten. Zielformulierungen und die Überprüfung des Erreichten geben uns darüber hinaus Gelegenheit, diese Bemühungen noch fundierter zu dokumentieren.
Jedem Schüler / jeder Schülerin sollen die gleichen Möglichkeiten zum Wissenserwerb zur Verfügung stehen. Deshalb setzen wir nicht auf Schwerpunkt- oder Notebookklassen. Stattdessen versuchen wir einen Notebookpool einzurichten und SchülerInnen, die zu Hause keinen Internetzugang haben, diesen in der Schule in den Freistunden zur Verfügung zu stellen. Schließlich hat jedes Kind die Chance, im Laufe seiner Hauptschulausbildung den ECDL Core zu erhalten.
Schule bildet für die Zukunft. Daher erachten wir es als sehr wichtig, aktuelle Kommunikationstechniken in den Unterricht miteinzubeziehen. Weder die Vermittlung von Angst vor allem Neuen noch eine ungerechtfertigte Vergötzung von Technik, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den neuen Möglichkeiten sollen dabei das Ziel sein. Die Unterrichtseinheit am PC motiviert die Kinder ungleich mehr, auch bei komplexeren Themen. Gleichzeitig sollen den Kindern Verhaltensregeln für eine mündige Verwendung von Internet & Co. mit auf den Weg gegeben werden.
siehe dazu: Blinde Kuh - Tipps für Eltern.
Literaturtipp: Steven Johnson: Neue Intelligenz. KiWi 2006
Eine große Aufgabe sehen wir in der Transformation des Unterrichtsstils vom Prinzip "der geschlossenen Klassentür" zu jenem der "gelebten Interaktion". Eine Zusammenarbeit, die über den gelegentlichen Austausch von Arbeitsblättern hinausgeht, muss das Ziel sein. Moodle erachten wir als geeigneten Türöffner. Aber auch die bereits sehr weit vorangeschrittene Entwicklung herkömmlicher schuleigener Lernhilfen (Lesetraining, ECDL-Training, Rechentraining, Geometrietraining,..) soll weiter fortgeführt werden.
5) Die Welt des Web 2.0 erfordert eine Didaktik 2.0
Wie auch im Web 2.0 sind die wesentlichen Elemente einer Didaktik 2.0 bekannt, sie erscheinen nur in neuem Gewand. Der Lehrer / die Lehrerin findet sich zunehmend in der Rolle des Coaches wieder, aber auch SchülerInnen lernen zusätzlich durch die Übernahme von Trainertätigkeiten. Der Fundus an bisherigen Unterrichtsmodellen soll dadurch nicht ersetzt sondern vielmehr erweitert werden. Eine reflektierte und kritische Einschätzung über die beste und gewinnbringendste Unterrichtsform ist unumgänglich. Und schließlich soll durch eine Hype um das kleine e (eLearning, eBuddy, eCoaching,....) auch auf ein großes E nicht vergessen werden, jenes am Anfang von "Ethik" - downgegradet: Respekt vor den Menschen und ihrer Arbeit.
"Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn wir vergessen, was wir gelernt haben." Edward Wood
Link: Präsentation